Gaststätte Hochkreuz

Gaststätte Hochkreuz 1952

Beginnen möchte ich mit der Kreuzung Steinstraße – Frankfurter Straße – Maarhäuser Weg, dem Hochkreuz. Mir war jahrzehntelang unklar, woher dieser Name kam. Aus meiner Familie hörte ich nur: Ja, das ist da oben.

Naja, es geht ein paar Meter bergauf, aber so hoch ist es nun auch wieder nicht. Somit war diese Auskunft für mich eher unbefriedigend. Das änderte sich erst, als ich die beiliegende alte Flurkarte einem Bekannten zeigte. Der meinte zu berichten, dass die dort erkennbare Dynamitfabrik den Namen „Hochkreuz“ trug und der Name daher stammte. In wieweit man dieser Aussage vertrauen kann, weiß ich nicht. Aber es wäre zumindest eine Erklärung.

Das Alter dieser Flurkarte lässt sich eingrenzen: Die Häuser an Rather Straße und Talweg standen schon, die Objekte an der alten Steinstraße aber noch nicht. Also sind wir irgendwo Anfang der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Man erkennt hier deutlich, dass die Steinstraße nicht den gleichen Verlauf hat wie aktuell. Die Straßenführung entspricht dem heutigen „Am Hochkreuz“.

Flurkarte: Historische Stadtkarten Köln
Flurkarte: Historische Stadtkartn Köln

Interessant finde ich auf der Karte noch den Eintrag Maarhausen. Diese Ecke gehört heute zu Heumar, übrig geblieben von diesem Gut ist nur der Straßenname „Maarhäuser Weg“. Das war mir auch neu. Und wieviele Leute wissen noch, dass sich hinter der Neuenhofstraße im Industriegebiet das frühere Gut Neuenhof verbirgt? Der Hof stand etwa auf Höhe der Tankstelle.Geradezu aktuell ist dagegen das Foto der Gaststätte Hochkreuz aus 1952.  Vor dem Eingang war noch Platz, Autos sind kaum zu sehen. Zum Hochkreuz gehören aber auch schlimme Geschichten aus den dreißiger Jahren.

Wer hier mehr wissen möchte, findet detaillierte Informationen in der Chronik „100 Jahre Gremberghoven“, als deren Herausgeber der Bürgerverein Gremberghoven e.V. fungiert.

Text: Werner Wilden (April 2024)

Foto: Unbekannt; Flurkarte: Historische Stadtkarten Köln

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